Ich habe meinen Samsung CLX-3175N Drucker nun fast schon ein Jahr. Langsam geht der Toner aus und man ist ja stets bemüht günstigen Toner zu besorgen. Das ist nicht nur bei diesem, sondern auch vielen anderen Geräten aber ein großes Problem, denn meistens werden nur die herstellereigenen Tonerkartuschen akzeptiert, da diese über einen speziellen Chip verfügen.
Ein Rainbowkit (Cyan, Magenta, Yellow [je ~2000 Seiten] & Black [~2500 Seiten] kostet bei Amazon etwa 120 € was für die Druckmenge eigentlich ganz in Ordnung ist. Folglich liegt der Preis für eine Farbseite bei etwa 4,2Cent. Eine Doppelpackung schwarz kostet 66€ somit liegt der Preis einer S/W-Seite bei etwa 1,32 Cent, wenn man den Herstellerangaben traut.
Nur möchte ich mir nicht vom Drucker sagen lassen, dass die Kartusche leer sei, sondern selbst entscheiden und ggf. nachfüllen. Als Lösung dafür werden im Internet verschiedenste Formen der Nachfüllmöglichkeiten beworben:
- Möglichkeit: Chips die direkt auf die Vorderseite der Kartuschen geklebt werden können und dem Drucker so vorgaukeln, dass die Kartusche noch voll sei.

Die Kartuschen können dann mit günstigem Nachfülltoner, 37€ für alle vier Farben (1000 Seiten je Farbe | 2000 Seiten schwarz), aufgefüllt werden. Die Chips kosten im Pack bereits 40€ was die verringerten Druckkosten (2,5Cent Farbseite | 0,6Cent S/W-Seite) in etwa ausgleicht. Also total sinnfrei
- Möglichkeit: Permanentchip auf das Mainboard des Druckers löten
Die Chips gibt es in den verschiedensten Ausführungen:
Sie kosten etwa 30 Euro, also in etwa so teuer wie die Wegwerfchips, dennoch müssen sie nur einmal installiert werden und gaukeln dem Drucker somit dauerhaft volle Kartuschen vor. Jedoch wird dem Drucker auch mitgeteilt, dass das Transportband, die Fixiereinheit, die Bildeinheit, die Rollen und der Scanner, welche freundlicherweise auch vom Drucker gesperrt werden, wenn deren “Chip”-Lebensdauer abgelaufen ist, komplett neu und unbenutzt seien. Daher ist diese Möglichkeit die bessere Wahl, da sich somit weitere Kosten einsparen lassen.
Beispiel I: Der Chip wird direkt an das EEPROM 24C64 gelötet.
Beispiel II: Das EEPROM 24C64 wird ausgelötet und der Permanentchip nimmt dessen Stelle ein.
Natürlich ist auch dieses Vorgehen nicht ganz unproblematisch (Löten von SMD-Bauteilen, Garantieverlust) und birgt zudem einen großen Nachteil: Die Zähler für die Tonerkartuschen, Bildtrommel etc. werden beim Einschalten des Druckers resettet. Danach muss der Drucker per Menü auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Folglich gehen alle Einstellungen (IP, Druckeinstellungen, Sprache) verloren. Zudem ist die MAC-Adresse und die Seriennummer nicht mehr dieselbe (anderer Chip -> andere MAC-Adresse). Alles in Allem ziemlich unakzeptabel, wenn man bedenkt, dass man für so einen Müll auch noch 30€ hinblättern darf.
Die Lösung:
Deshalb habe ich mir gedacht, dass es doch noch weitere Lösungen geben muss. Es fällt auf das sämtliche Permanentchips an den Daten des EEPROMs 24C64 (Ein I²C-EEPROM) interessiert sind.
D. h. alle Daten wie Tonerstand, Seitenzähler und auch MAC-Adresse sowie Seriennummer werden hier abgespeichert. Ziel ist es also die Daten im EEPROM so zu ändern, dass unser Drucker denkt, er sei neu. Außerdem muss abschließend sichergestellt werden, dass die Daten im EEPROM nicht wieder durch den Drucker geändert werden. Dazu wird zunächst ein Interface benötigt, um die Daten auszulesen. Einerseits könnte dieses mittels Mikrokontroller umgesetzt werden, andererseits kann man hierfür auch die RS-232-Schnittstelle verwenden. Dazu habe ich mir folgenden Adapter gebastelt.
Schaltplan von comunidadelectronicos.com
Hier der sehr unsaubere, aber funktionierende Aufbau:
Das EEPROM 24C64 habe ich ausgelötet und jedes einzelne Bein mit einem Draht versehen und abschließend mit Heißkleber versiegelt, denn die Beine sind unglaublich dünn und brechen schnell ab.
Am Mainboard habe ich anstatt des ICs ein 8-poliges Flachbandkabel gelötet und nach außen durchgeführt. Beim CLX-3175 gibt es eine Klappe und dahinter einen Hohlraum indem man das IC gut verstauen kann.
Nun kann man bei Bedarf das EEPROM zum Programmieren entfernen und anschließend im Drucker testen. Für das Programmieren des EEPROMs habe ich PonyProg verwendet. Wichtig dabei ist, das Programm auf einen I²C Bus 16Bit EEPROM 2464/2465 einzustellen.
Die Daten sollten als “.bin”-Datei abgespeichert werden und können dann anschließend von einem Hex-Editor bearbeitet werden. Dazu sollte unter Optionen->Einstellungen bei Spalteneinstellungen der Eintrag “4 Bytes pro Spalte” gewählt werden.
Ganz oben steht die Seriennummer die ich geschwärzt habe. Nun sollten folgende Zeilen geändert werden:
Rücksetzen der gespeicherten Tonerseriennummern auf die Initialkartuschen:
00000010 00000009 00000000 00000000 4352554D ............CRUM 00000020 2D303030 30303030 30303030 4352554D -00000000000CRUM 00000030 2D303030 30303030 30303030 4352554D -00000000000CRUM 00000040 2D303030 30303030 30303030 4352554D -00000000000CRUM 00000050 2D303030 30303030 30303030 FFFFFFFF -00000000000....
Fixiereinheit zurücksetzen:
00000060 FFFFFFFF FFFFFFFF FFFFFFFF 00000000
Transferrolle zurücksetzen:
Papierrolle zurücksetzen:
Seitenzähler Farbe zurücksetzen:
00000070 00000000 FFFFFFFF 00000000 00000000
Seitenzähler S/W zurücksetzen:
Bildzähler zurücksetzen:
00000080 00000000 00000000 003F243E 002F8623
Bildeinheit zurücksetzen:
000000A0 00000101 00000089 00000000 000002BC
Gesamtseitenzähler zurücksetzen (B / C / M / Y):
000004A0 FFFFFFFF FFFFFFFF 0033FFAC 00000000 000004B0 00FF01FF 0035CCDF 00000000 00FF01FF 000004C0 0035E8AB 00000000 00FF01FF 0031B7D9 000004D0 00000000 00FF0100 00000000 00000000
Zähler für Glas-Scan zurücksetzen:
00000670 00000000 00000000 0AFFFFFF 00000000
Übertragungsbandzähler zurücksetzen:
00000540 00000000 00000000 00050005 00050005
< —– UPDATE: 04.04.2012 —– >
Real Dot Count:
000007A0 0063A08A 005F60CB 00000000 00000000
000007B0 00000000 00000000 00000000 00000000
Dot-Count-Remain:
000004A0 00000000 00000000 00000000 00000000
000004B0 00000000 00000000 00000000 00000000
000004C0 00000000 00000000 00000000 00000000
Motor on Time:
000007B0 00000000 00000000 00000000 00000000
000007C0 00000000 00000000 00000000 00000000
Black Band:
00000800 00000000 00000000 00000000 00000000
00000810 00000000 00000000 00000000 00000000
< —– UPDATE: 04.04.2012 ENDE —– >
Nun sollten alle Daten ins EEPROM geschrieben werden. Damit sind wir eigentlich fertig, jedoch müssen wir nur noch verhindern, dass der Drucker die Daten im EEPROM wieder ändert. Dazu setzen wir den PIN7 (Write-Protect) auf HIGH (5V). Möchte man Druckeinstellungen vornehmen und diese auch speichern lassen, so muss vorher das Gerät abgeschaltet werden, anschließend werden die Änderungen vorgenommen und danach wird der Drucker abgeschaltet und der PIN7 wird wieder aug HIGH gesetzt.
Praktischerweise sollte man dafür eine Steckerleiste verwenden, so dauert das Umstöpseln nur ein paar Sekunden.
Tja, nun sind wir am Ende. Ihr könnt im Menü die Verbrauchsinformationen ausdrucken lassen und so sehen, ob alles funktioniert hat. Ich hoffe ich konnte einigen mit diesem Tipp helfen. Hinterlasst doch bitte ein kleines Feedback, damit ich das Dokument noch anpassen kann.
-Timo
Hallo Timo,
ich habe jetzt meinen CLX-3175fn auch für die “Selbst-Programmierung” umgebaut. Leider fehlen mir jetzt noch die Daten für “verbleibender Toner”. Hast du die entsprechenden Bits schon ausfindig gemacht!?
Grüße, Frank
Hallo Frank,
leider hatte ich noch keine Zeit, um mich der Sache weiter anzunehmen. Zumal der Drucker bei mir nun ohne Meckern läuft
Es wird dbzgl. auch noch ein wenig dauern, da bei mir Klausuren anstehen und ich erst wieder ab März Luft habe.
Falls du Fortschritte machen solltest, so gib mir doch bitte auch Nachricht.
Gruß
- Timo
I appreciate help please
I have a CLP-315 v1.29.11.53 with original toners and black toner is over and the printer stopped.
I’ve read several posts here and I tried to reset the 24C64 chip.
I’ve tried multiple dumps but I think that none should be compatible with this firmware.
Now the clp-315 performs the routine to get ready, but the LED is always red.
Does anyone have a solution to this problem?
Hi ich habe ein Problem mit meinem Drucker und zwar wollte ich den Drucker auch umbauen und dabei ist mir das IC kaputt gegangen habe mir dann direkt ein neues gekauft und eingelötet. Dies funktioniert aber nicht da wohl im EEPROM nix drinnen steht. Könntest du mir den Datensatz vll senden welcher im original IC stand bzw abzuändern ist ??
Hallo!
Habe einen CLP 315, mein Problem ist, das ich nach erfolgreichem beschreiben des 24c64 und anschließendem kurzschließen der Pins 7 + 8 der Drucker nicht startet, vielleicht hat jemand das selbe Problem.
Sancho105
hast du pin 7 von der Leiterplatte gelötet?
sonnst geht es nämlich nicht.
gruß flotti50
Hallo flotti50!
Ich bin erst später dahinter gekommen das Pin 7 keinen Kontakt zur Druckerplatine haben darf, wohl aber mit Pin 8.
Leider kann ich im Drucker die Daten nicht ändern, aber vieleicht liegt das an der OS Version: V1.29.01.18 Juli-28-2008.
Habe jetzt aus Verzweiflung einfach mal die Tonerchips abgeklebt, und siehe da, ich habe noch eine Galgenfrist, die Farben noch je 35%, und schwarz 44%.
Hallo sancho105
kanst du mir den inhalt von deinem 24c64 zukommen lasssen?da bei mir ,beim auslesen etwas schief gelaufen ist.und ich somit im moment mit meinem leider nichts mehr anfangen kann.da leider alle daten weg sind.
heinze.burkau@freenet.de
gruß flotti50
Hallo,
gibt es für die neuen Modelle CLP-320/325 und CLX-3185 auch eine Lösung?
Kann man aus dem Tipp heraus schlussfolgern, dass der sog. Permanentchip mit der Aufschrift “New Version” einen 24C64 mit 6 (von 8 Pins) herausgeführten Anschlüssen enthält? Wie lautet dessen BIN-Datei?
Jein… Es sind zwar irgendwelche EEPROMs da drin, jedoch sind die mit Sicherheit nicht mit einer vollständigen Memorycopy gefüllt. Wenn man so einen Permanentchip einsetzt, dann musst du beim Einschalten JEDESMAL! den Drucker resetten, damit der sich die Standardwerte aus der Firmware holt und versucht die Daten dann ins EEPROM zu schreiben. Das wiederum kann er aber nicht da der Permanentchip schreibgeschützt ist. Also eigentlich ist das nur eine Methode, damit der Drucker überhaupt startet. Die richtigen Werte werden, wie gesagt, aus der Firmware geholt.
Ich hoffe das beantwortet deine Frage!?
Gruß
Timo
Poste doch mal bitte deinen AnschlußPlan.
Habe hier arge Probs den 24c64 an einen USBISP anzuschließen.
Danke
Hi Marc,
der Anschlussplan ist doch oben angegeben, ich habe ihn von dieser Seite:
http://comunidadelectronicos.com/proyectos/eeprom.htm
Auf den RS232-Steckern sind auch die Pinnummern aufgedruckt!
Hast du dich da vllt. geirrt? Auch das IC musst du musst du richtig anschließen, vielleicht ist es ja verdreht?!
Gruß
Timo
am rs232 ist mir das schon klar, da ich aber nur einen lappi noch habe, muß ich den Umweg über USB machen. also habe ich mir einen USBISP besorgt, welcher folgende Anschlußbelegung hat:
Auf dem Bild ist ein ATTiny zu sehen, welcher aber keine Relevantnis hat. Wie muß ich den 24c64 denn jetzt anschließen.
http://www.mikrocontroller.net/attachment/113394/USB-ISP_Anschlussplan2klein.giff
Erm garnicht… Du kannst m.E. nicht einen USBISP an ein EEPROM anschließen. Du kannst damit eigentlich nur uC programmieren.
Erm garnicht… Du kannst m.E. nicht einen USBISP an ein EEPROM anschließen. Du kannst damit eigentlich nur uC programmieren.
Moin zusammen, für 100% volle Toner und “neue” Motoren sollte folgendes noch genullt werden. (00h)
Real Dot Count: 7A8-7AF;7B0-7B7
Dot Count Remain: 4A8-4AB;4B4-4B7;4C0-4C3;4CC-4CF
Ergibt dann 100% Dot Count Remain = 100% Toner
Motor on Time: 7B8-7BF;7C0-7C7
Black Band: 80E;80F;812;813;816;817;
Der EEPROM kann direkt im Drucker angesprochen werden, muss also nicht ausgelötet sein. SDA,SCL,GND mitm Programmieradapter verbinden und den Drucker einschalten. Nach dem Schreiben den Drucker neu starten.
Gruß Christian
Hey Chris,
besten Dank für die Infos! Die werde ich dann bei Gelegenheit zum Artikel hinzufügen. Weiter so!
Gruß
Timo
Hallo zusammen,
durch Zufall bin ich auf euren interessanten Blog gestossen und hab mich gleich mal drüber gemacht.
Die “Antilötvariante” von Christian kann ich bestätigen, sie funktioniert, DANKE !
Beim 3. Versuch wurde der EEPROM ausgelesen, vorher gabs ein paar mal “Schnittstellenfehler”, sei’s drum.
Die Schaltung an die RS232 besteht somit nur noch aus R1, R2, D2 und D3.
Was mich allerdings an meinem Dateninhalt stutzig macht ist folgendes.
Der Text “CRUM” der 1. Tonerpatrone beginnt bei mir bei der Adresse B4, bei Timo an der Adresse 1C ?
Das ist natürlich widerlich, da für mich eine gewisse Unsicherheit aufkommt.
Wo mache ich einen Fehler, könnt ihr mir helfen ?
Gruß Martin
Vielen dank! Mit einem neuen Drucker ist das Flashen des EEPROMS nicht notwendig. Sie können einfach Pin 7 trennen und dann eine Brücke machen zwischen Pin 7 und 8. Bei Erreichen der 1000 Seiten, schalten Sie den Drucker aus und wieder ein und er soll wieder von Anfang zählen. Ich habe dies versucht mit der CLP 325w und es funktioniert.
Datasheet hier:
http://html.alldatasheet.com/html-pdf/171355/STMICROELECTRONICS/M24512-R/11700/6/M24512-R.html
Grüsse aus Holland